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Freitag, 11. Januar 2013

Alltägliche Wahrnehmungspsychologie oder: "Das wäre ja zu schön"

Da laufe ich am See spazieren, an meinem bevorzugten Platz - ein Strandbad mit wunderschönem Kinderspielplatz (so schön, dass ich dort gerne mal des sommerlichen Nächtens hin würde mit einem lieben Menschen und unseren inneren Kindern ein bisschen Freiheit gönnen würde).
Ich gehe dorthin, weil es einen Steg gibt der weit ins Wasser führt. Ein bisschen wie auf Rügen im vergangenen Sommer. Und seit Volker und Andreas vorgegangen sind, seither ist das einer meiner Plätze, wo ich beide ganz gut spüren kann. Wind, Wasser, Berge.... freie Sicht, Wellenrauschen.... mal sanftes Plätschern von kleinen Wellchen, mal ordentliche Brandung... mal "Ententeich" und fast schon Stille.
Manchmal haste ich da durch, weil ich sportlich-joggend unterwegs bin, manchmal nordicwalke ich genüsslich.... aber immer gibt es einen kurzen oder längeren Stopp am Wasser.

So. Und nun heute. Das Seltsame!

Mir fällt ein Mann auf - frau würde sagen "im besten Alter". Und seine zwei Kinder, ein Junge im Grundschulalter mit einem Roller. Und ein Mädl, das gerade selbst laufen konnte.... schwer zu sagen, ob schon im Kindergartenalter (ich habe ja eigentlich keine Ahnung von Kindern). Ich musste an M. denken mit J. und A. - seine Kinder in passendem Alter. Man muss dazu wissen, M. habe ich bisher nur gelesen und einmal gehört. Es war der (mutige?) Versuch, wieder als Frau in die Welt raus zu gehen. M. und ich hatten uns gut verstanden beim Schreiben, das Sprechen war auch sehr angenehm. Er erschien mir ausgenommen ehrlich, kann sich gut ausdrücken, hat angenehme Ansichten vom Leben (soweit ich das bisher beurteilen konnte). Und auch seine "Pixelchen" die er mir von sich schickte, die gefielen mir sehr gut (das ist nicht essentiell, aber es ist für mich auch wichtig für Sympathie und mehr).
M. und ich hatten vor uns zu treffen - an einem Ort, den ich vom Steg in besagtem Strandbad sehen kann. Ich dachte just an ihn, an seine Familie, an die Häschen und daran, dass er auch gerne einen Hund hätte. Und ich dachte an seine Worte, als er wenige Stunden vor unserem Treffen absagte. Auch äußerst menschlich und offen. Aber er sagte eben ab. Es gab keine Chance sich kennen zu lernen. Ich kenne nicht die ganz tiefen Gründe. Ich kenne ihn doch nicht! Aber ich hatte ein seltsam gutes Gefühl. Sehr seltsam.
Und dann verliess ich den Steg und damit meine Gedanken an das, was nicht gewesen ist und wohl nicht sein wird. Und dann lief mir dieser Kerl mit seinen Kindern über den Weg. Er, der mir sonst nie aufgefallen wäre. Welch' Wahrnehmungsverengung. :-)

Ich schmunzelte über mich selbst. Und ich schmunzelte über meinen kurzen Anflug von Wahn, dass "er" es ja sein könnte... Quatsch! "Er" und die beiden Kurzen wohnen gute 15km weit weg... dort gibt es bestimmt auch schöne Spielplätze. Warum genau sollten "sie" es sein...

Donnerstag, 12. Januar 2012

Lebenswert #11


  • Auf mein Bauchgefühl hören - und in der wunderbar kühlen Winterluft draussen sein

  • Die einzigen Sonnenstrahlen des Tages kurz vor Sonnenuntergang einzufangen

  • Wenn das "große heimische Wasserloch" hier so schön halb im Nebel liegt, dass das gegenüberliegende Ufer im Nebel verschwindet.... und es ein wenig aussieht wie das große weite Meer :-)

Mittwoch, 4. Januar 2012

Lebenswert #8


  • Sonniges Wetter (obwohl Regen angesagt war)

  • Sich vom Wintersturm am See durchpusten lassen und den Wellen zuschauen.... es fühlt sich beinahe wie am Meer an

  • 10 Minuten nach dem Heimkommen einen Regenschauer niedergehen sehen... und schon im warmen und Ttrockenen Zuhause sitzen :-)

Sonntag, 6. Februar 2011

Sonnentag

In der Sonne
durch die Weinberge laufen.

Den Wind spüren,
den nicht mehr ganz so fernen Frühling riechen können.

Unten am See einkehren
die Sonnenstrahlen im Gesicht
in den Händen eine Tasse voll heisser Schoki - mit Sahne.

Nette Menschen
ein lustiger Kellner
und die weltbeste Begleitung, die ich mir für diesen Moment vorstellen kann.

Zurücklaufen
unten am See.

Der Wind bläst noch immer ordentlich
und die Wellen branden tosend - beinahe wie am Meer.

Die Sonne geht langsam unter.
Wir laufen weiter.
Ich habe immer noch die weltbeste Begleitung für diese Momente neben mir.

Das ist Lebensfreude pur.
Erfüllt jede meiner Zellen mit Leben.
Für diesen Moment.

Freitag, 4. Februar 2011

Lebenswert #2

Das erste Mal seit einer Woche "Zwangs"-Drinnensein wieder an den See gehen können. Und das auch noch bei Wind, Wellen und Sonne. Traumhaft! :-)

Sonntag, 28. Dezember 2008

winter am see

eis unter meinen füßen
knackend, knisternd und glatt

steine im wasser
eingepackt in glänzendes eis

wellen erreichen das ufer
nähren
die eisskulpturen

sonne am horizont
wärme
ruhe
friedliche stille

danke für diese wunderbaren eindrücke