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Sonntag, 14. Juli 2013

Bergerlebnis

  • zu zweit in den Tag starten... mehr "zu zweit" geht gar nicht
  • Meinungsverschiedenheit, wie sie auch dazu gehört
  • loslaufen, lange laufen, hoch laufen, gemeinsam laufen
  • oben angekommen Ausblick geniessen und etwas für den Magen haben
  • Käse von Schmutz befreien
  • über Felsen zum ersten Gipfelkreuz - Kühe immer im Blick
  • weiter in Ruhe laufen, die Landschaft und das gemeinsame Wandern genießen dürfen
  • Wiesenrast mit gemeinsam geschnippeltem und hochgetragenem Gemüse
  • eincremen und weiterlaufen... wir merken beide langsam die Beine
  • über den vermeintlich zweiten Gipfel zum wirklich zweiten Gipfel, so richtig mit Felsen und Gipfelkreuz - weiter oben geht heute nicht
  • Gipfelrast, Gipfelfoto... und Gipfelehrlichkeit (und kurze Gipfelwut - wie Du mir später sagst)
  • (und eine Gipfelspinne ;-))
  • zusammen gen Tal... ob wir hier wirklich richtig sind... mit Kung-Fu-Zius geht auf jeden Fall alles besser
  • und zwischen drin gibt es eineinhalb Doppelkekse
  • über Kuhwiesen vorbei an ungezählten Kühen auf zur letzten Rast mit lecker Hollerschorle und einem verrückten Hund
  • davor: den ersten Schluck Bergbachwasser meines Lebens aus Deiner Flasche... in diesem Moment hätte für mich die Welt gerne einen Moment still stehen können... zusammen mit Dir
  • zurück auf "flachen" Wegen ab ins Tal
  • erschreckt von Autos
  • vorbei an wilden, halbwüchsigen Kälbchen und allerlei Glockenkühen
  • es dauert zwar länger als wir dachten, aber wir kommen gut an und geniessen auf dem Weg zurück noch den roten Sonnenball
  • ein kurzer Zwischenstopp für Power im Tank - und Du sorgst für meinen Durchblick :-)
  • ein letzter kurzer Abstecher um uns noch etwas Kulinarisches zu gönnen
  • den Schweiss und die Sonnencreme des Tages abduschen
  • essen, liegen... und glücklich nahe bei Dir einschlafen

DANKE für diesen wunderbaren Tag!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Menschen und Lachse

Ich habe einen sehr ansprechenden Artikel auf Spiegel-Online gelesen, der sich mit Burnout befasst (http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/burnout-was-den-menschen-ins-hamsterrad-treibt-a-857540.html).
Hiervon nehme ich mit:
  • nur gute Ratschläge bringen wenig (ein – aus meiner Sicht – weiser Mensch sagte mal, RatSCHLÄGE sind auch Schläge... )
  • schon kleine Änderungen im Umfeld können große Veränderungen bringen
  • der betroffene Mensch muss aus sich selbst heraus die Notwendigkeit verspüren, aus dem Hamsterrad auszubrechen
  • dass es sich lohnt mal nachzudenken, was einem früher Spass gemacht hat (und daran möglicherweise auch wieder anzuknüpfen)

Freitag, 29. Juni 2012

"Danke, das reicht!"

Gestern Abend war ich auf einen wirklich guten Vortrag zu Depressionen und Burn Out. Die Referentin (eine Frauenärztin und Fachärztin für Psychotherapie – seltene Kombination) stellte ganz klar den Unterschied zwischen beiden Krankheiten dar. Doch darauf will ich in diesem Post gar nicht hinaus (wer es dennoch wissen will, der darf gerne kommentieren und dann versuch’ ich das mit eigenen Worten wiederzugeben).

Es ging um mögliche Ursachen, wie ein Mensch in einen Burn Out hineingerät. Dass es viel mit mangelndem Selbstwert und auch mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun hat. Und auch mit unserer heutigen Mentalität, die schon in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beginnt und sich bei den jungen Erwachsenen klar fortsetzt: schneller, höher, weiter, mehr (Leistung), länger (arbeiten), …. .

Die Referentin stelle immer wieder die Frage, warum wir nicht mehr mit “gut” zufrieden sein können – warum es “perfekt” sein muss. Warum “viel(seitig)” nicht reicht – warum es “alles und jederzeit” sein muss. Warum wir nicht einfach mal: “Danke, das reicht!” sagen können, z.B.: “lieber Chef, danke das reicht mir an Verantwortung” oder “liebe Freunde/Bekannte/Vereinskollegen, danke, das reicht an Unternehmungen” – weniger ist mehr!

Damit das funktioniert, muss man vor allem bei sich sein. Wissen, was ich möchte. Und wer ich bin. Was ich kann. Mit sich selbst und seinem Leben ZUFRIEDEN sein. Und DAS ist das wirklich schwierige und langwierige. Aber ich glaube daran, dass es sich lohnt.

Dienstag, 19. Juni 2012

Zufälle und Zufriedenheit

Gestern Abend beschloss ich “noch kurz” zum hiesigen See zu fahren. Da gibt es ein schönes, grünes, ruhiges Eck – dort wollte ich hin. Dort angekommen, suchte ich mir einen Platz auf einer Bank unter Kastanienbäumen. Wie für mich gemacht (ich liebe Kastanienbäume…. fast so sehr wie blühende Linden).

Da saß ich so, und schaute auf den See. Von irgendwoher tutete es… einmal, zweimal…. und irgendwann saß ich das hiesige historische Schiff, dass zu einer Vergnügungsfahrt auf dem See aus dem Hafen auslief.

Ich war bisher noch nicht auf diesem Schiff – die Tickets sind mir zu teuer und die Gesellschaft (vermutlich) zu fein. Doch gestern war großartig: das Schiff fuhr recht nah am Ufer vorbei, das Wasser plätscherte und blubberte ganz toll. Und die vom Wind herübergewehte Dixie-Musik hatte genau die richtige Lautstärke für mich.

Welch’ toller Zufall, dass das Schiff ausgerechnet gestern fuhr! Und wie zufrieden doch so eine halbe Stunde am Wasser an einem lauen Sommerabend machen kann…

Kennst Du das auch – diese kleine Zufriedenheit über kleine Zufälle, die irgendwie doch genau am richtigen Platz oder zur richtigen Zeit passieren?

Freitag, 25. Mai 2012

"Instant-Zufriedenheit"

  • früh Feierabend machen (die Arbeit läuft nicht weg….)
  • in der Sonne vorbei an frisch gemähten Wiesen radln
  • unter Kastanienbäumen sitzen
  • vom Biergarten-Koch gekocht bekommen
  • zurückradeln in der Abendsonne…. klare Blicke auf See und Berge…. klare Blick bis in die Ferne….
  • entspannt ankommen
  • die großen und kleinen Sorgen der Woche hinter sich gelassen haben
Das alles in vier Stunden am Feierabend. Das nenne ich heute “Instant-Zufriedenheit”.

Habt ein schönes langes Wochenende, liebe Mit-leser!

Dienstag, 22. Mai 2012

Nur ein bisschen was...

Manchmal kann ich mich nicht recht motivieren. Motivieren zu Dingen, die:
  • mir sonst eigentlich Spaß machen (mir aber gerade der nötige Schwung zum Starten fehlt)
  • meinem Körper gut tun (aber der Schweinehund mal wieder gehörig röhrt)
  • sein sollten, weil ich ein “größeres” Ziel verfolge – zum Beispiel das Psychologiestudium (aber an manchem Feierabend einfach auch hier der Schweinehund ganz furchtbar jault)

Vor eine ganzen Weile war ich bei einem sogenannten Feierabend-Coaching. Das ist ein bisschen wie Gruppentherapie zu einem vom Therapeut definierten Thema. Nur dass der Therapeut eben Coach heisst und “Coaching” einfach nicht so den im Volksmund üblichen Beigeschmack hat. Wegen mir könnte es aber auch “Therapie” heissen, denn man bekommt dort Denkanstöße für das eigene Leben, erzählt (wenn man möchte) auch ein wenig von sich zum Thema des Abends und muss sich danach wieder im Alltag behaupten und die schönen, neuen Denkanstöße “draussen” im Leben umsetzen.

Von einem Abend habe ich damals mitgenommen, bei “Motivationsproblemen” einfach mal mit einer Kleinigkeit zu beginnen. Sich nicht zuviel vorzunehmen. Und dann zu schauen, ob man nach dem “bisschen was” doch noch Lust und Schwung für mehr hat.

Also:
  • nur eine kleine Runde Joggen – immerhin Bewegung, frische Luft, Kopf frei… und wenn doch noch der “Flow” einsetzt und der Körper mitmacht, dann wird eben eine größere Runde draus
  • nur 5 Seiten Skript durcharbeiten statt 20 – manchmal bin ich nach 5 Seiten doch in Schwung… und wenn nicht, waren es zumindest 5 Seiten
  • nur im Skript lesen statt es gezielt durchzuarbeiten – Durcharbeiten kann ich es auch noch morgen und somit habe ich zumindest schonmal eine Ahnung, was im nächsten Abschnitt drinsteht
  • nur eine Kleinigkeit zum Abendessen zuzubereiten – diese aber dann dafür mit Liebe und frisch
Dieses “nur ein bisschen was” macht mich zufriedener als “dann halt gar nichts”.

Und was hast Du für ganz eigene Motivationsstrategien?

Sonntag, 20. Mai 2012

Etwas in Ruhe tun

Abends noch schnell ins Fitnessstudio. Mit dem Auto. Der Zeit”slot” ist fest definiert.

Oder lieber: Sonntag in Ruhe trainieren, mit dem Fahrrad hinfahren, Aufmerksam auch die anderen Mittrainierenden ansehen?


Mittags in der Arbeit. Schnell was essen zwischen zwei Meetings. Am Bürotisch. Damit der Gehirn wieder Höchstleistungen bringen kann.

Oder lieber: in Ruhe an ein achtsam zubereitetes Essen zu sich nehmen. Spüren, wann der Körper wohl genug hat. Und spüren, was er überhaupt möchte?


Etwas in Ruhe tun macht mich zufriedener als es in Eile zu erledigen (obgleich es natürlich nicht immer einfach ist, sich diese Ruhe zu nehmen). Und wie ist das bei Dir?